Moskau und St. Petersburg

Einmal klassisch – einmal kreativ!

Zum Ende unserer Russland-Durchquerung wollen wir auch die beiden Millionen-Metropolen Moskau und St. Petersburg kennenlernen. Ende Oktober erreichen wir, nach über 6000 Kilometern Fahrt ab der mongolischen Grenze, die Hauptstadt Russlands: Moskau!

Wir sind gespannt ob sich diesmal unsere Bilder im Kopf, die wir aus Erzählungen und Berichten zu den altrussischen Zarenstädten gesammelt haben, bestätigen werden.

Schon oft wurden wir in den letzten Monaten auf unserer Reise „Von Roding in die Mongolei!“ in dieser Hinsicht eines Besseren belehrt. Von jedem Land auf unserer Reiseroute, hatten wir im Vorfeld bestimmte Bilder und Erwartungen im Kopf. Oft waren diese geprägt von Berichten anderer Reisender oder auch von Zeitungsberichten zu den einzelnen Ländern und Kulturen. Wir durften jedoch immer wieder unsere Bilder und Erwartungen neu anpassen. So waren beispielsweise die Grenzkontrollen in den Iran oder auch nach Turkmenista

n längst nicht so streng und aufwendig wie angenommen. Nur ein einziges Mal wollten Polizisten in Kasachstan von uns Schmiergelder einstreichen. In allen Ländern begegneten uns die Menschen viel aufgeschlossener, neugieriger und hilfsbereiter, als wir es uns jemals hätten vorstellen können. Selbst unsere Hündin war immer willkommen, auch in den Ländern, in denen von der Religion her der Hund eigentlich als „unreines Wesen“ gilt.

Aber zurück zu Moskau und St. Petersburg. Wir nehmen uns für beide Städte je eine Woche Zeit. Moskau besichtigen wir auf eher klassische Weise, indem wir eine geführte Tour durch den „Kreml“ buchen, einen Stadtrundgang mit „free tours Moskau“ machen und ansonsten mit dem Online-Reiseführer in der Hand die Stadt nach und nach erkunden. Das Angebot der „free tours“ gibt es mittlerweile in vielen sehenswerten Städten und ist wirklich sehr empfehlenswert. In der Regel haben sich hier junge Leute aus der Stadt zusammengetan, die ihre Stadt lieben und sie Besuchern näher bringen wollen. Sie tun dies mit großem Enthusiasmus und geben oftmals auch den ein oder anderen Geheimtipp zur Stadt mit, der in keinem Reiseführer zu finden ist. 

In St. Petersburg besinnen wir uns auf ein Hobby, das wir für ein paar Jahre haben pausieren lassen, das „Geocachen“. Als Höhepunkt an meinem Geburtstag unternehmen wir nun wieder einmal eine Geocaching-Tour in St. Petersburg und lernen dadurch einen der ältesten und interessantesten Bezirke St. Petersburgs kennen. Über vier Stationen werden wir durch „Petrogradka“ geführt und finden dann zum Schluss in einem schönen Park den kleinen Schatz.  „Geocaching“ lässt sich vereinfacht als eine Art moderne Schatzsuche mit GPS-Geräten beschreiben. Es gibt Personen, die irgendwo eine Dose mit Notizbuch und kleinen Tauschgegenständen verstecken und die Koordinaten dieses Verstecks im Internet auf „geocaching.com“ veröffentlichen. Andere Geocacher machen sich mit Hilfe dieser Koordinaten und einem GPS-Gerät bzw. einem GPS-fähigen Smartphone auf die Suche nach diesem Versteck. Durch’s Geocaching haben wir schon häufig ganz besondere und schöne Orte entdeckt, zu denen wir unter andern Umständen nie hingekommen wären. Insbesondere in Städten gibt es immer wieder sogenannte „Multi-Caches“, die einem über verschiedene Stationen mit diversen Rätseln die Geschichte der Stadt und die Sehenswürdigkeiten näher bringen. Eine tolle, unterhaltsame Art eine Stadt kennenzulernen, wie wir finden.

Die Frage ob sich nun unsere Bilder und Erwartungen zu Moskau und St. Petersburg dieses Mal bestätigt haben, können wir mit einem klaren „JEIN!“ beantworten.

Der rote Platz in Moskau mit der Basilius-Kathedrale an einem Ende und der Kreml-Mauer als Begrenzung ist tatsächlich so imposant und groß wie erwartet. Wir sind wirklich beeindruckt und können es kaum glauben, dass wir nun selbst hier auf diesem historischen Platz stehen. Wir besuchen auch das Lenin-Mausoleum mit dem dort aufgebahrten und einbalsamierten Lenin. Es war uns nicht bewusst, dass hier eine Zeitlang auch Stalin aufgebahrt war und besucht werden konnte, bevor er 1961 im Zuge der Entstalinisierung „entfernt“ wurde. Insgesamt wurden unsere Bilder in Bezug auf Moskau aber größtenteils bestätigt. Groß, imposant, historisch, prunkvoll…

St. Petersburg hingegen überraschte uns sehr. Es war uns nicht bewusst, dass die Stadt von so viel Wasser umgeben und durchzogen ist, dass sie auch ganz zu Recht als das „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird. Wir haben daher neben der Geocaching-Tour auch eine zweistündige Bootsfahrt unternommen und uns so die barrock-klassizistischen Gebäude, die prunkvollen Zarenpaläste, Kirchen und Schlösser, die Eremitage und die Peter&Paul Festung, vom Wasser aus angesehen.

Mit der Besichtigung dieser beiden Städte beenden wir unseren Russland-Aufenthalt und fahren nun weiter ins Baltikum, nach Estland, Lettland und Litauen.

Hier noch ein paar Bilder… In ein paar Tagen kommt noch ein kleines Video dazu 🙂

Immer aktuell dabei bleiben
0

One thought on “Moskau und St. Petersburg

  1. Hallo Karl und Heike,

    nun habe ich es endlich geschafft, mir eure Seite anzuschauen.
    Ich bin beeindruckt, tolle Bilder und ich hoffe, dass die Kälte auszuhalten ist.
    Auch ich finde die Länder im Osten spannend, ich war ja auch in Kasachstan, Almaty, und habe nun auch schon einen großen Teil von Polen gesehen. Vielleicht habe ich nächtes Jahr das Glück, an einer Messe in Kiew teilzunehmen.
    Ich wünsche euch beiden und auch dem Hund eine weiterhin spannende Reise.
    Werde nun Franzi eure Seite zeigen
    Liebe Grüße
    ANGELA

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.