„Wüste“ Wüstenerfahrungen ;-)

In Iran haben wir die unterschiedlichsten Wüstenlandschaften erleben dürfen. Von der Stein – und Geröllwüste über feinste Sandwüste, wunderschöne Oasen und Oasenstädte. Beeindruckend war die absolute Stille, die wir teilweise erfahren durften, der gigantische Sternenhimmel und das abendliche Heulen der Schakale.

Auch einer klassischen Fata Morgana sind wir aufgesessen, als wir an einem „See“ campten, dem Lake Tashk in Zentraliran. Wir sahen den See deutlich vor uns und beschlossen am ersten Morgen unseres Aufenthalts, einen Spaziergang zum Ufer zu unternehmen. Doch je länger und weiter wir wanderten umso weiter entfernte sich das Ufer von uns. Im Prinzip wissen wir bis heute nicht, ob der Salzsee irgendwo noch ein Restwasser vorzuweisen hat. Wir haben nach zwei Stunden die Wanderung beendet, da es für uns und Pepsi (ohne Trinkwasser!) zu anstrengend geworden wäre danach zu suchen ;-).

Neben ansonsten ganz wunderbaren und schönen Erlebnissen in der Wüste, z.B. bei den „Doktorfischen“ in der Oase Garmeh, die uns unsere Hornhaut von den Füßen abgeknabbert haben, hatten wir tatsächlich nur eine „wüste“ Wüstenerfahrung :-). An diesem Tag hatten wir uns – wie schon oft vorher – einen einsamen Platz in der Wüste gesucht um zu übernachten. Ca. 3-4km von der Hauptstraße entfernt, neben einem kaum erkennbaren „Feld- bzw. Wüstenweg“ kurz vor einem verlassenem Schäferplatz.  Wir waren gerade fertig den Wohnwagen aufzubauen und kurz davor unser Abendessen zu kochen, als – wie aus dem Nichts – ein Polizeiauto auftauchte mit zwei Polizisten darin, die uns um unsere Pässe baten und unsere Visa kontrollierten. Dann erklärten sie uns mit Händen und Füßen (denn eine gemeinsame Sprache hatten wir leider nicht), das sie unsere Pässe mitnehmen müssten, um diese zu kopieren. Angeblich seien sie in fünf Minuten wieder zurück. Natürlich hatten wir die Warnungen des Auswärtigen Amtes und anderer Reisender im Kopf nie, wirklich NIEMALS, den Pass für unbestimmte Zeit aus der Hand zu geben. Also beschlossen wir, das Charlie hinter der Polizei herfahren würde, um zu wissen, wo sie die Pässe überhaupt hinbringen. Aber Charlie wurde sehr schnell und eindringlich von den Polizisten gestoppt und zurückgeschickt. Damit began eine schreckliche Dreiviertelstunde des Wartens, in der wir uns alles Mögliche ausmalten: „Was, wenn das gar keine echten Polizisten waren? Wir hatten sie nicht nach ihren Ausweisen gefragt.“ Was tun wir, wenn sie nicht zurück kommen? Wir haben dann keine Visa mehr! Auch das teure Russlandvisum wäre damit wahrscheinlich unwiderbringlich verloren. Hätten wir doch bloß schon Kopien von den Visas und Einreisestempeln angefertigt…“ Natürlich waren die Polizisten nicht nach fünf Minuten wieder da und auch nicht nach zehn. Der Appetit auf unser Abendessen war uns gründlich vergangen. Aber zum Glück nach einer Dreiviertelstunde tauchten sie tatsächlich wieder auf. Sie bedankten sich freundlich und wünschten uns eine gute Nacht! Puuuh 😉

Am selben Abend haben wir noch Scans von allen Visas, Einreisestempeln etc. angefertigt 🙂

Nun folgen wieder eine Reihe von Bildern sowie ein Kurzvideo unserer Wüstenerfahrungen zu besseren Veranschaulichung. Viel Spaß beim Durchschauen!

Zum Video bitte hier klicken!

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